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Mitgliedschaft: Stimmen zum Klimaschutz


Stimmen zum Klimaschutz



Christiana Dolezal
Vizebürgermeisterin der Landeshauptstadt Linz

Umweltschutz ist Klimaschutz!

Schon im Jahr 1991 trat die Stadt Linz als erste österreichische Stadt dem Klima-Bündnis bei und betonte damit den Stellenwert des Klimaschutzes. Durch zielorientiertes konsequentes Handeln ist es durch Anwendung innovativer Technik gelungen, die Luftqualität in der Landeshauptstadt kontinuierlich zu verbessern.
So ist der Einsatz erdgasbetriebener Linienbusse, um nur eine der vielen Klima-schutzmaßnahmen zu nennen, in Linz bereits Realität geworden.

Durch den gezielten Ausbau des Fernwärmenetzes können immer mehr LinzerInnen diese umweltfreundliche und kostengünstige Technik  nutzen. Noch in diesem Jahr  ist der Anschluss der 50.000sten Wohnung geplant. Dann sind etwa die Hälfte der Linzer Haushalte und über 90 Prozent der öffentlichen Gebäude mit Fernwärme versorgt und tragen zur Luftverbesserung bei.

Mit den vielen weiteren Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Luft sorgt die Stadt Linz für eine saubere Umwelt!




Thorsten Frei
Oberbürgermeister der Stadt Donaueschingen

In 16 Jahren Klima-Bündnis-Mitgliedschaft haben wir viel erreicht: Hunderte Bauplätze wurden unter der Bedingung hoher Energiestandards verkauft, die ersten Passivhäuser entstanden und vom städtischen Energieförderprogramm haben hunderte Bürger profitiert. Nahwärmenetze auf Abwärmebasis und mit Holzheizzentralen sind entstanden. Und nicht zuletzt wurde für die städtischen Gebäude ein Energiemanagement eingeführt, das uns zusammen mit Energiesparinvestitionen jährlich sechsstellige Beträge einspart.

Das Klima-Bündnis war uns bei diesen Bemühungen eine wertvolle Informationsquelle und erleichterte den Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Kommunen. Auch für seine politische Lobbyarbeit im Sinne von mehr Energieeffizienz sind wir dankbar.

Im Rahmen der Klima-Bündnis-Partnerschaft unterstützen wir seit vielen Jahren Projekte zum Schutz des Regenwaldes - zunächst in Brasilien, nun in Peru.




Dr. Reinhard Loske
Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Bremen

Klimaschutz wird in Bremen seit vielen Jahren großgeschrieben. So wirkte Bremen bereits bei der ersten Arbeitssitzung des Klima-Bündnis am 4. August 1990 im Frankfurter Palmengarten mit. Besonders engagiert war Bremen dabei in der Tropenholz-Problematik.

In Kooperation mit dem WWF wurde ein Tropenwald-Projekt in Gabun durchgeführt und gemeinsam mit der Stadt Frankfurt ein "Leitfaden zur Vermeidung von Tropenholz im Kommunalen Bereich" erarbeitet. Ein weiteres Beispiel ist die gemeinsame Zertifizierung von neun Bremer Tischlereien nach FSC. Diese Aktion wurde vom Klima-Bündnis als Projekt des Monats August 2002 ausgezeichnet.

Dass Bremen auch in Zukunft noch einiges in Sachen Klimaschutz erreichen möchte, macht das Bremer "Aktionsprogramm Klimaschutz 2010" deutlich, in dem ehrgeizige Klimaschutzziele für die kommenden Jahre formuliert sind. In 2009 wird Bremen ein Energie- und Klimaschutzprogramm erarbeiten, in dem die Ziele und Strategien der bremischen Klimaschutzpolitik für den Zeitraum bis 2020 festgelegt werden.




Boris Pistorius
Oberbürgermeister Osnabrück                

Für die Friedensstadt Osnabrück und ihre Bürgerinnen und Bürger hat der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und der Klimaschutz seit Jahren eine besonders herausgehobene Bedeutung. Bereits im Jahr 1992 beschloss der Rat der Stadt Osnabrück, dem Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder beizutreten.  

Das Motto des Klima-Bündnis "Global denken - Lokal handeln" bestimmt seit Jahren die Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen der Stadt Osnabrück. Das Engagement zum Erhalt des globalen Klimas und die freiwillige Verpflichtung zur Reduzierung der Treibhausgase spiegelt sich in zahlreichen kommunalen Projekten wider. So beschloss der Rat der Stadt Osnabrück beispielsweise im Jahr 2004 als einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz, Investoren die Dachflächen von städtischen Gebäuden für die Installation von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) kostenlos zur Verfügung zu stellen. In der Folge sind bereits eine Reihe von Anlagen auf öffentlichen Gebäuden entstanden. Die bisher größte PV-Anlage mit einer Leistung von 102,4 Kilowatt-Peak erzeugt seit dem Jahr 2007 auf dem Dach der Gesamtschule Schinkel rund 89.000 Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom im Jahr. In der Solarbundesliga der Deutschen Umwelthilfe nimmt die Stadt Osnabrück unter den Großstädten mit über 100.000 Einwohnern bei 42 teilnehmenden Städten mittlerweile Platz 17 ein und steht damit bei der Pro-Kopf-Erzeugung von Solarstrom und Solarwärme in Norddeutschland an der Spitze der teilnehmenden Städte.

Ein wirksamer Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist in Zeiten des globalen Klimawandels mehr denn je ein zentrales Anliegen aller Osnabrücker Bürger und eine Herausforderung für das kommunale und interkommunale Handeln.

Ein effizienter Klimaschutz verlangt neben zahlreichen regionalen Aktivitäten jedoch auch überregionale Kooperationen. Als erste deutsche Stadt hat Osnabrück das Projekt "Sun-Area" in Kooperation mit der Fachhochschule Osnabrück 2007 realisiert. Im Rahmen dieses Projektes können sich Osnabrücker Gebäudeeigentümer digital anzeigen lassen, ob sich die Dachfläche ihres Hauses für die Installation einer Photovoltaikanlage eignet und wie viel Solarstrom mit welchem Aufwand für jedes Dach erzielbar wäre (www.osnabrueck.de/sun-area). Mehr als 60 Kommunen aus dem In- und Ausland haben sich mittlerweile nach den genauen Rahmenbedingungen für dieses Projekt erkundigt und ihr Interesse an einer Umsetzung geäußert.

Der Umbau der Energieversorgung auch in unserer Stadt stellt eine besondere Herausforderung dar. Zur Verstärkung der bisherigen Aktivitäten wurde 2007 das Wuppertal-Institut beauftragt, der Stadt Osnabrück Vorschläge zu unterbreiten, wie in den nächsten zehn Jahren am effektivsten und effizientesten Kohlendioxid im städtischen Einflussbereich eingespart werden kann. Die Umsetzung der Maßnahmen beginnt noch im Jahr 2008 in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Osnabrück.




Michael Beck
Oberbürgermeister der Stadt Tuttlingen

Seit 1993 ist Tuttlingen Mitglied des Klima-Bündnis. Als wir damals das ehrgeizige Ziel fassten, den Kohlendioxid-Ausstoß unserer städtischen Gebäude bis 2010 zu halbieren, hielten dies viele für unlösbar.

Mittlerweile haben wir dieses Ziel erreicht und werden uns trotzdem nicht darauf ausruhen. Denn nach wie vor gibt es Einsparpotentiale, die wir nutzen wollen und nutzen werden - aus ökologischen wie auch aus ökonomischen Gründen. Noch wichtiger ist es aber, die Betrachtungsweise zu erweitern: Von einer Klimabilanz der städtischen Liegenschaften arbeiten wir uns jetzt langsam an eine gesamtstädtische Bilanz heran.

Der Weg dazu ist nicht einfach. In Anbetracht der zahlreichen Beteiligten wird es auch schwer sein, schnelle und spektakuläre Erfolge zu erzielen. Entmutigen lassen wir uns aber nicht. Denn ein Ansporn bleibt bei allen Projekten zum Klimaschutz: Das Bewusstsein, auf lokaler Ebene an einem globalen Projekt mitzuarbeiten.


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